Mit einer Kick-Off-Veranstaltung am 25. März 2025 ist in Herrnhut der offizielle Startschuss für die kommunale Wärmeplanung gefallen. Die Stadt und deren Ortsteile im Landkreis Görlitz werden gemeinsam mit SachsenEnergie als strategischem Partner den planerischen Ansatz schaffen, die Wärmeversorgung bis spätestens 2045 treibhausgasneutral, effizient und bezahlbar zu gestalten. Der Einladung der Stadt waren zahlreiche Unternehmer der verschiedensten Branchen gefolgt, um Fragen zum Thema zu klären und erste Rahmendaten für die Bestandsanalyse zu besprechen. Im Dezember 2025 soll der Wärmeplan für Herrnhut stehen. Anfang 2025 hatte SachsenEnergie die Zusage im Ausschreibungsverfahren erhalten. Die Stadt finanziert die Erstellung der Wärmeplanung über den Fördermittelbescheid der Nationalen Klimaschutzinitiative.
Bürgermeister Willem Riecke zur Auftaktveranstaltung: „Mit der SachsenEnergie haben wir einen kompetenten Partner an unserer Seite, den wir sehr schätzen und auf den wir uns verlassen können. Das haben bereits andere Projekte wie zuletzt der Breitbandausbau in Herrnhut gezeigt. Die kommunale Wärmeplanung ist für die Stadt Herrnhut, ihre Gewerbetreibenden und ihre Bürgerinnen und Bürger zukunftsweisend. Deswegen vertrauen wir auf die Expertise von SachsenEnergie.“
Gunnar Schneider, Leiter des Kommunalvertriebs von SachsenEnergie, betonte: „Die Kommunale Wärmeplanung ist ein elementarer Teil, um die Energiewende in Sachsen aktiv voranzutreiben. Wir freuen uns, dass Herrnhut diesen Weg mit uns gemeinsam geht. Vielen Dank für das Vertrauen“, und Projektleiterin Sarah Klähne ergänzte: „SachsenEnergie bringt das notwendige Know-how und die entscheidenden Planungsdaten sowie Ideen mit, um Herrnhut und seine Ortsteile auf diesem komplexen Weg der Wärmeplanung zu unterstützen.“
Die Erstellung von Wärmeplänen, die das Wärmeplanungsgesetz (WPG) seit 2024 vorschreibt, ist sehr herausfordernd. Der Wärmeplan ist nur so gut, wie die Daten, auf denen er basiert. Die Mitwirkung der Verwaltung und der ansässigen Unternehmen ist essenziell für das Gelingen des Prozesses von der Bestandsanalyse bis zum fertigen Wärmeplan. Doch nicht nur die lokalen Stakeholder werden in den Prozess der Wärmeplanung eingebunden. Die Stadt Herrnhut und SachsenEnergie werden auch die Öffentlichkeit und die Anwohnenden frühzeitig beteiligen und im Rahmen von Fachworkshops und Bürgerinformationsveranstaltungen bis Projektende über den Prozess informieren.
Kommunale Wärmeplanung von SachsenEnergie
SachsenEnergie unterstützt Kommunen in den ostsächsischen Landkreisen sowie die sächsische Landeshauptstadt bei der Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Wärmepläne. SachsenEnergie versteht sich dabei als strategischer Partner, der in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung für die über 160 am Kommunalversorger beteiligten Kommunen geeignete Dienstleistungen für eine erfolgreiche Erstellung der Wärmeplanung erarbeitet. Die kommunale Wärmeplanung ist ein elementarer Teil der Unternehmensstrategie und Infrastrukturplanung von SachsenEnergie. Über Jahrzehnte zurückreichenden Erfahrungen, Daten und Statistiken des Kommunalversorgers ermöglichen eine fundierte und detaillierte Planung der Wärme-Infrastruktur für die Kommunen.
Der kommunale Wärmeplan bietet die strategische Grundlage für Kommunen, um ihre Wärmeversorgung im Kontext von Energie- und Wärmewende nachhaltig und klimaneutral zu gestalten – so, wie vom Gesetzgeber gefordert. Neben der Reduzierung des Wärmebedarfs ist es dabei elementar, möglichst viel der für Raum-, Warmwasser- und Prozesswärme notwendige Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Gleichzeitig müssen die konkreten Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden. Deshalb ist jeder kommunale Wärmeplan individuell auf die Situation der Kommune zugeschnitten. Der kommunale Wärmeplan besteht aus der Bestandsanalyse, der Potenzialanalyse, der Aufstellung eines Zielszenarios und der Wärmewendestrategie.